DREI FRAGEN - Schon Leben gerettet

Wiesbadener-Kurier, vom 08.03.2010
Ist der ASB in Wiesbaden die einzige Hilfsorganisation mit einem Baby-Notarztwagen?
Ja, das ist für uns ein Alleinstellungsmerkmal. In ganz Hessen gibt es lediglich fünf Baby-Notarztwagen, kurz Baby-NAW. Außer in Wiesbaden befinden sich je ein Fahrzeug in Darmstadt, Frankfurt, Marburg und Kassel. Drei der fünf Baby-Notarztwagen betreibt der ASB. Er entschied sich bewusst für die Anschaffung, da in regulären Rettungsfahrzeugen auch nach Umbauten kein optimaler Transport von Neu- und Frühgeborenen möglich ist.
Warum hat der ASB-Ortsverband Wiesbaden einen Baby-Notarztwagen?
Das ist historisch gewachsen. In der Stadt und im Umkreis gab es viele Geburtskliniken ohne angegliederte Kinderklinik. Bei Problemen war daher eine Verlegung der Kleinen nötig. Der Ortsverband hat sich immer klar zum Baby-NAW bekannt. Wir sind überzeugt, dass dies eine sehr sinnvolle Sache ist. Der Wiesbadener Baby-Notarztwagen hat in den vergangenen Jahren schon Früh- und Neugeborenen das Leben gerettet. Das ist eines der letzten Dinge, die wir aufgeben würden.
Wo steht das neue Fahrzeug?
Es wird ebenso wie das bisherige Fahrzeug an der Dr. Horst-Schmidt-Klinik (HSK) stationiert. Vorlauf und Ausrückzeiten belaufen sich damit auf längstens zehn Minuten. Für die Stationierung an der HSK sprechen gleich zwei Gründe. Erstens: Bei jedem Einsatz fahren ein neonatologischer Facharzt und eine Fachpflegekraft der Kinderintensivstation der HSK mit. Zweitens: An der HSK gibt es eine extra Garage für den Baby-NAW. An der Stelle sei auch darauf hinzuweisen, dass die Kooperation des ASB mit der HSK sehr gut ist - übrigens nicht nur beim Thema Baby-NAW.

